BOGEN

BOGEN · Fotobuch

Fotobuch aus einem Blatt: sechzehn Seiten mit der Kreuzbruchlage

Beide Seiten des Papiers nutzen, dreimal falzen, zwei Kanten aufschneiden — fertig ist ein Heft mit sechzehn Seiten, ohne einen Tropfen Leim.

Im Werkzeug öffnen Faltmuster zum Probefalten

Wie die Kreuzbruchlage funktioniert

Beim Achtseiter bleibt die Rückseite des Papiers ungenutzt, weil sie beim Falten innen verschwindet. Die Kreuzbruchlage nutzt beide Seiten: acht Seiten vorne, acht hinten. Dreimal gefalzt liegen sie in der richtigen Reihenfolge übereinander. Aus einem A3-Bogen werden so sechzehn Seiten in A6 statt acht.

Der Preis dafür ist der doppelseitige Druck. Weil sich bei drei Falzungen jeder Millimeter Versatz aufsummiert, lohnt sich das einmalige Einmessen der Rückseite hier mehr als bei jeder anderen Machart.

Schritt für Schritt

  1. Doppelseitig drucken

    Beide Bogenseiten, an der kurzen Kante wenden, Skalierung 100 Prozent. Vorher die Rückseite einmessen — bei drei Falzungen summiert sich jeder Versatz sichtbar auf.

  2. Dreimal falzen

    In dieser Reihenfolge: erst quer in der Mitte, dann längs in der Mitte, dann noch einmal in der Mitte. Nach jedem Falz scharf nachziehen. Am Ende liegen acht Lagen übereinander.

  3. Geschlossene Kanten öffnen

    Oben und an der Vorderkante hängen die Blätter noch zusammen. Mit Cutter und Lineal einen schmalen Streifen abschneiden — erst dadurch lässt sich das Heft blättern.

  4. Mehrere Lagen verbinden

    Bei 32 oder 64 Seiten entstehen mehrere solche Lagen. Sie werden gestapelt, nicht ineinandergelegt, und am Rücken dünn verleimt.

  5. Rücken verstärken

    Einen zwei Zentimeter breiten Papierstreifen über den Leimrücken kleben. Das hält den Block zusammen und sieht sauber aus.

  6. Pressen und beschneiden

    Über Nacht unter einem Buch pressen, danach die offenen Kanten auf Endformat schneiden.

Welcher Bogen ergibt welche Größe

Die Rechnung ist immer dieselbe: Breite durch vier, Höhe durch zwei. Jede Zeile ergibt sechzehn Seiten aus einem einzigen Blatt.

BogenSeite wirdetwa
A4 quer74 × 105 mmA7
A4 hoch53 × 149 mmschmal, hochformatig
A3 quer105 × 149 mmA6
A5 quer53 × 74 mmA8, sehr klein

Für den doppelseitigen Druck ist Papier ab 120 g/m² angenehmer, weil sonst das Bild der Rückseite durchscheint. Über 170 g/m² wird der dritte Falz mühsam.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich 16 Seiten aus einem Blatt?

Indem beide Seiten des Papiers bedruckt werden. Acht Felder liegen vorne, acht hinten. Dreimal gefalzt entsteht daraus ein Heft, bei dem jede Seite einzeln umblätterbar ist — vorausgesetzt, die geschlossenen Kanten werden aufgeschnitten.

Warum muss ich Kanten aufschneiden?

Beim dritten Falz bleiben oben und an der Vorderkante Papierlagen verbunden. Erst ein schmaler Schnitt entlang dieser Kanten macht das Heft blätterbar. Das ist der Schritt, den man beim ersten Mal vergisst.

Brauche ich Kleber?

Bei einer einzigen Lage nicht. Erst wenn du mehrere Lagen zu 32 oder 64 Seiten stapelst, wird der Rücken verleimt.

Die Rückseite sitzt versetzt, was tun?

Bei drei Falzungen summiert sich jeder Millimeter sichtbar. Miss die Rückseite einmal ein: Kalibrierbogen drucken, gegen das Licht halten, zwei Zahlen ablesen und eintragen. Danach rechnet BOGEN den Versatz bei jedem Auftrag heraus.

Welche Seitengröße bekomme ich?

Bogenbreite geteilt durch vier, Bogenhöhe geteilt durch zwei. A4 quer ergibt 74 × 105 mm, A3 quer 105 × 149 mm, A5 quer 53 × 74 mm.

Direkt loslegen

BOGEN rechnet die Seitenfolge für beide Bogenseiten aus, dreht die Felder richtig herum und legt die bebilderte Anleitung ans PDF. Vorher einmal das Faltmuster auf Kopierpapier drucken spart Fotopapier.